mónica garcía vicente DANCE PROJECT

Eine Tanzperformance von Mónica García Vicente für 2 Tänzerinnen, mit einer musikalischen Eigenkomposition von Maewen Forest.

Giselle gilt als Meisterwerk des klassischen Balletts. Entstanden in der Epoche der Frühromantik gehört es heute immer noch zum Repertoire. Wie in anderen Balletten dieser Zeit erscheint die titelgebende weibliche Figur, in die sich der männliche, nicht standesgemäße Protagonist verliebt, als geschlechtsloses, tugendhaftes, unschuldiges und abhängiges Wesen. Dieses Bild entspricht freilich eher den zeitgenössischen Männerphantasien und patriarchalen Weiblichkeitsidealen als den Lebenswirklichkeiten der Frauen und Tänzerinnen im 19. Jahrhundert.

I am [not] Giselle ist ein choreographisches Experiment auf der Suche nach der realen Frau im romantischen und zeitgenössischen Ballett. Die beiden Tänzerinnen verkörpern dabei die vielschichtigen und widersprüchlichen Aspekte von Frausein und Weiblichkeit: auf, hinter und jenseits der Bühne. Sie erforschen eigene und auf sie projizierte Sehnsüchte und Leidenschaften, Zustände von Abhängigkeit und Autonomie, den eigenen Körper als voyeuristisches Schauobjekt und Subjekt der weiblichen Lust. Choreographie, musikalische Komposition, Kostüm und Szenographie erschaffen eine Ästhetik und ausdrucksstarke Formsprache der Selbsterforschung, nicht zuletzt um Giselle als realer, komplexer Frau eine Bühne zu geben.

ZUSATZPROGRAMM!
Neben den Vorstellungen wird es auch eine Offene Probe (am 25.10.2023),
Publikumsgespräche im Anschluss an die Premiere (03.11.2023) und Dernière (06.12.2023),
sowie Opening Acts vor einigen Vorstellungen (09./10./12.11.2023) geben.

Publikumsgespräch mit Choreographin und Ensemble
Am 3. November (Premiere) und 6. Dezember 2023 (Dernière) lädt das mónica garcía vicente DANCE PROJECT alle Zuschauer*innen und Interessierte in einem Nachgespräch mit Mónica García Vicente und ihrem Ensemble ein, die ,,vielschichtigen und widersprüchlichen Aspekte des Frau-seins und des weiblich-seins” zu diskutieren. Auf, hinter und jenseits der Bühne.
Dauer ca. 30 min.

Opening Act by Connection Dance Center (CDC) dancers
Was ist ein Opening Act? Künstler*innen, die vor dem Haupt-Act auftreten.
Die Idee zum Opening Act ist durch das CDC von Mónica García Vicente entstanden. Zwei Tänzerinnen aus dem CDC 2023 haben die Möglichkeit, ihre eigene Interpretation des choreographischen Prozesses von „I am [not] Giselle“ auf die Bühne zu bringen.
Was ist das CDC? Das CDC ist ein jährlich stattfindendes mehrmonatiges Projekt, in dem Nachwuchs-Tänzer*innen die Chance haben, professionelle Erfahrungen in der Tanzwelt unter dem Blick der erfahrenen Choreographin Mónica García Vicente zu sammeln.
Besetzung: Emma Hesse, Laura Schepers

Am 9.11. / 10.11. / 12.11. findet der Opening Act by CDC dancers statt.
Nur buchbar in Kombination mit dem Kauf einer Karte für ‘I am [not] Giselle‘ am gleichen Tag.
18:30 Uhr Opening Act by CDC dancers
19:00 Uhr Pause
19:30 Uhr I am [not] Giselle


ausverkauft