Sulayman Al Bassam · Arabisches Theatertreffen Hannover

In dieser Adaption des altgriechischen Mythos begegnet uns Medea als postkoloniales „barbarisches“ Subjekt: eine gebildete Frau, eine arabische Emigrantin, konfrontiert mit der Gewalt der Moderne. Ausgehend von Medeas zerbrochener Ehe nähert sich die Inszenierung der politischen Landschaft des 21. Jahrhun­derts: der allgegenwärtigen europäischen Angst vor „dem“ Islam, der Zersetzung des politischen Raums durch digitale Kommunikation und der erodierenden Infrastruktur des Faktischen.
In leidenschaftlichen Liedern und stilsicher inszenierten Texten begegnet uns Medea als eine Kämpferin der unterdrückten Minder­heiten.

في هذا الإعداد الحر للأسطورة اليونانية، تُقدَّم ميديا كمهاجرة عربية ومثقفة تُواجه عنف الحداثة باعتبارها موضوعاً "بربرياَّ" في إرث ما بعد الاستعمار. يطرح العرض كذلك مقاربته للمشهد السياسي في القرن الحادي والعشرين بدءًا من زواج ميديا المحطم. فيُعرض هنا الخوف الأوروبي السائد من "الإسلام" ، اختلال الفضاء السياسي نتيجة التواصل من خلال العالم الرقمي والبُنى المتدهورة للواقع.
تَظهر لنا ميديا كمقاتلة تُمثِّل أقليات مضطهدة في جو من الأغاني الحماسية ونصوص منظومة بأناقة.


Ein Theaterstück auf Englisch und Arabisch mit deutschen Übertiteln.
Im Anschluss an die Aufführung am Donnerstag, den 09.06., findet ein Nachgespräch um 18:45 Uhr statt.