Ein gemeinsames Projekt des Kulturzentrum Pavillon und der theaterwerkstatt hannover

Die Geschichte des Arabischen Theatertreffens in Hannover ist eng mit den Ereignissen 2011 und 2012 in den arabisch-sprachigen Ländern verbunden, dem sogenannten Arabischen Frühling. In der ersten Ausgabe des Treffens im Mai 2012 kamen ca. 80 junge Theaterschaffende vorwiegend aus nordafrikanischen Ländern zusammen, die hier erstmalig ihre hochpolitischen Inszenierungen dem deutschsprachigen Publikum zeigen konnten. Nach diesem großen Erfolg konnte das Treffen anschließend in 2014 unter dem Titel „Aufbruch der Frauen“ und in 2017 mit dem Titel „Zuflucht“ durchgeführt und weiter professionalisiert werden.
Das Team in Hannover hat in den vergangenen Jahren ein Netzwerk entwickelt, das von den nordafrikanischen Staaten, dem Golf, über die Länder des Nahen Ostens bis in den Irak reicht. Sie auch: Frankfurter Hefte – Künstler als Seismographen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen.
Für 2021 ist die nächste europäisch vernetzte Ausgabe des Arabischen Theatertreffens geplant. Im Herbst 2020 wird der Weg zum nächsten Treffen geebnet, indem eine Panelveranstaltung die aktuelle Situation der Theaterszene im arabischen Raum umreißt.

„Bin u bin – inbetween – dazwischen – بين و بين

Unter diesem Titel ist ein 3 tägiges Panel im Oktober 2020 mit geladenen Theaterschaffenden aus den arabischsprachigen Ländern und aus Deutschland und Europa geplant. Gemeinsam loten sie das Thema „Erbe“ für das vierte Arabische Theatertreffen in Hannover 2021 aus, das in seiner Exzellenz im Bidbook, der Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt der Landeshauptstadt Hannover, aufgenommen worden ist.