Ein Stück Natur mit Grete, Hans und Birke

Viele Jahre sind ins Land gegangen, seit Hänsel und Gretel aus dem tiefen dunklen Wald entkamen. Inzwischen sind sie groß, man nennt das auch: erwachsen. Aber immer noch und erneut fühlen sie sich ausgesetzt. Nur von wem und was eigentlich? Sie haben durchaus studiert, sind Maler und Schauspielerin geworden, Forschende, Japanologin und Singer Songwriter, Umweltaktivistin, Philosoph, Dichterin, haben Theater gesehen und gemacht. Aber sie haben ein wenig den Anschluss verloren.
Nun machen sich Grete und Hans wieder auf den Weg, zurück zu ihren unfreiwilligen Wurzeln, in ihre Geschichte. Sie wollen dem nachspüren, was sie, Happy End und Zuckerhäuschen hin oder her, einst im Märchen verloren haben. Sie begeben sich, frisch geimpft und mit wackligen Füßen, auf Spurensuche. Was könnte helfen, die Welt im Innersten zusammenzuhalten? Ihr provisorischer Plan: Sie müssen sich dem Trauma stellen, so banal es auch klingt, und zurück zur Natur. So packen sie einen etwas unbeholfen bestückten Werkzeugkoffer ein - und beginnen erst mal mit dem Dichten von japanischen Haikus. 5 Silben, 7 Silben, 5 Silben. Vielleicht ist es ja so einfach?

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